Unser Sexleben und die Neugierde des Geschäftsführers

Also wir seien alt und vulnerabel, deshalb erlaubt sich der Geschäftsführer stets und allezeit unsere Wohnungen unangemeldet zu betreten.

Ich bin in x Institutionen gewesen, nicht einmal im PZM wird die Privatspähre der Mitmenschen in dem Ausmass missachtet.

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer: Merken Sie sich per sofort und für immer, alte Menschen sind sexuell aktiv und das privat, nicht vor Ihnen.

Bevor mir meine CP-Gspänli an die Gurgel springen, die in der kleinen Masse des Gehirn mit ihren Hirnverletzungen weniger Glück hatten als ich, ich kann beide Arme und Hände frei einsetzen. Sorry, ich weiss, ein grosser Vorteil, der mich selbständig macht. Dieses Glück ist vielen nicht vergönnt. Das ist mir bewusst.

Ich bin in einem Altersheim für einige Monate, NICHT IN EINER INSTITUTION FÜR MENSCHEN MIT SCHWERSTEN, KÖRPERLICHEN BEHINDERUNGEN.

Politisch ist die Sexualität von uns Frauen mit Behinderungen kein Thema mehr seit dem Tod von Ahia Zemp. So meine Beobachtung.


Nie habe ich vergessen, als ich als junge Ehefrau, irgendsoein Ehemann sass neben mir, im Kellerkino Bern, den Film von Ursula Egli sah. Ich begriff, dass es Menschen wie mir verboten war, Frau zu sein. Ich begriff, dass ich ein Neutrum sein sollte. Ich wusste, dass ich Frau bin.

Genau da bin ich auf die Welt gekommen und habe mein Heimatland wohl zum erstenmal VERACHTET.

Später hatte ich noch öfters Gelegenheit mich über die CH, höflich ausgedrückt, zu wundern.

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