Ende der Depression, einmal mehr

Einmal mehr befinde ich mich seit wenigen Tagen nicht mehr im Zustand der Depression. Alles gut? Überhaupt nicht. Aufwachen aus der Depression ist entsetzlich anstrengend. Alles was liegen geblieben ist, kommt mir in den Sinn und mein Kopf ist schwerst zu bändigen, dass er nicht überdreht, was mir von schlecht informierter Ärzteschaft als Manie ausgelegt wird und dann drohen mir Wochen im PZM. Das stiehlt mir wertvolle Zeit, in der es mir an sich gut geht, ich LEBENSQUALITÄT geniessen könnte. Es ist nur kontraproduktiv und in meinen Augen sadistisch, weil ich das letzte Mal im PZM einen medikamentös verabreichten Filmriss hatte, der TAGE gedauert haben muss, nebst den 6 Wochen, die mir gestohlen wurden und dem nachfolgenden Kampf, ob ich Auto fahren dürfe oder nicht.

Nach drei Monaten landete ich in der nächsten Depression. Also hatte ich ca 14 Tage depressionsfrei und durfte Auto fahren von drei Monaten, die mir zur Lebensfreude gehört hätten. Wenn ich sowas nicht sadistische Interventionen nennen darf, wenn das Verleumdung wäre, dann verstehe ich diese Welt nicht mehr. Sämtliche Protagonisten dieser Übergriffigkeiten mir gegenüber sind aus meinem Leben entfernt worden. Ich hoffe sehr, dass meine Situation nun „am-Schärme-wohnen“ heissen kann und darf und ich nicht enttäuscht werde.

Realiter handelt es sich bei meinem Kopf nicht um Manie sondern um Symptome meiner CP ( = Cerebralen Parese). Meine Hirnverletzung begründet, dass ich chaotisch bin, nicht ordnen kann, erschwert mich distanzieren kann von allem, was meinen Kopf überflutet. Das will die Ärzteschaft nicht hören, weil sie nicht informiert ist und niemand Neutrales neben mir steht, der mich verteidigt. Selbstverteidigung nützt da nichts, verschlimmert nur meine Position, weil ich nun zu den uneinsichtigen ManiepatientInnen gehöre, so die Ärzteschaft. Kurz ein Teufelskreis, der in falsche Medikation und ärztlich falsche Behandlung mündet.

Gestern hatte ich mich zu lange mit Buchhaltung und PC Problemen beschäftigt, war um 18 Uhr noch immer unfähig Feierabend zu machen. Eine Pflege schlug mir vor ins Restaurant zu gehen auf ein Glas Wein. Das tat ich sofort, verbrachte eine gemütliche Stunde. Mein Kopf hatte noch immer nicht abgeschaltet, ich blieb wach, konnte nicht einschlafen. Um 23 Uhr die rettenden Ideen: Essen, weil mein Magen knurrte und danach auf dem Läppi Tiefenentspannung hören zum Einschlafen. – Um an Essen zu kommen, musste ich die Nachtwache aufbieten, wir haben auf der Wohngruppe nichts frei verfügbar.

Natürlich sind Einschlafschwierigkeiten viel bequemer als manische Symptome zu deuten und mit Medikamenten totzuschlagen. Das habe ich weit über ein Jahrzehnt so mit mir machen lassen.

Heute akzeptiere ich nur meinen Psychologen als guten Fachmann, seine Methoden EMDR und PITT, aus der Traumatherapie. Traumatisiert bin ich und das nicht zu knapp.

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