Sonntagslust

Heute bin ich hier in Frienisberg alleine mindestens eine Stunde lang an der frischen Luft gewesen und um die Häuser gezogen. Was ich suchte, habe ich nicht gefunden, aber ich habe die Sonne genossen und elementare Erfahrungen z.B. über die Kieswegtauglichkeit meines Dreirades gesammelt. Nicht sehr fähig dieses Dreirad, wenn das Kies zu dick aufgeschüttet ist. Ich habe es geschafft, aber mit einem mulmigen Gefühl.

Die Frühlingsblumen blühen, ich lerne mehr Menschen kennen und geniesse das voll. Unter den BewohnerInnen sprechen wir, unbeobachtet, offen über die Vor- bzw. Nachteile der Pflegenden hier. Nicht alle sind liebevoll und herzlich mit uns.

Klar ist, dass ich aus dem Weiherhaus, 2. Stock rausgemobbt wurde, mein Bett steht leer. DAS ist nun das Problem der Pflegeleitung, nicht Meines. So oder anders, ich bin ein liebevoller Mensch zum Gernhaben und wenn frau mich nicht überfordert auch in den Aufwachphasen aus der tiefsten Depression.

Auch diese unangenehmen Phasen halte ich heroisch aus, aber wenn ein Umfeld da ist, dreht DAS durch, nicht ich. Nach 17 Jahren Erfahrung mit diesem Kippen Depri-Nichtdepri-Deppri-Nichtdepri, weiss ich, dass einige Menschen es mögen, wenn ich nur depressiv wäre und frau mich rumschubbsen kann. Diese Menschen reagieren allergisch, wenn ich plötzlich nicht mehr wie ein schlampendes Gemüse nur pflegeleicht bin und schon fast tot.

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