Ethische Grenzen

Wer als spätere Generation weiss, wie die Geschichte ausgegangen ist, der kann gut sagen, so oder anders, das ist Recht und das hat sich geschichtlich als Unrecht entpuppt. Die Sieger haben immer Recht. Das ist einfach.

Gerade wird 75 Jahre II WK bedacht, die Befreiung von Auschwitz gefeiert.

Die Kriegsverlierer werden nach heutigen Vorstellungen einzeln natürlich verurteilt. Sie hätten zivilen, bzw. unter Kriegsrecht Ubgehorsam bzw. Befehlsverweigerung leisten sollen. Das ist eine bequeme Lösung und schon die ist nicht selbstverständlich.

Ich möchte die Menschen heute kennen lernen, die ungehorsam sind, bzw. gegen Kriegsrecht Befehle verweigern und logisch den heutigen Preis dafür bezahlen müssen, zukünfige evtl. Rehabilitation nicht eingeschlossen, die Rehabilitation ist nicht was sie vorgibt zu sein, sie ist ein Schuldeingeständnis folgender Generationen.

Welche Einstellung, welches Denken und Fühlen taugt schon heute für später. Wie gross sind die Entscheidungsfreiheiten überhaupt.

Nie im Blickfeld, bzw. kaum je, die grossen hinter der Entwicklung der Geschichte. Sie bleiben von Rechenschaftsforderungen in aller Regel verschont.

Aber, wenn es im Krieg dazu gehört, anderes Leben vernichten zu müssen, dann ist die Grenze überstiegen, die im Auge des zukünftigen BetrachterIn liegt.

Die öffentliche Meinung folgt der Mehrheit, will sich nicht ändern müssen, auch wenn sie sich verrannt hat und das gründlichst. Warum sonst ist das politische Problem rechts-links nicht gelöst, während längst klar ist, dass die Wirtschaft und die Lebensgewohnheiten der wirtschaftsstarken Nationen die Welt bedrohen. Diesmal kein politischer Feind, sondern Ende der Resourcen.

Das wäre also ein Gegenwartsproblem. Wer kennt 1. das Ausmass der grossen bzw. bewältigbaren Katastrophe und 2. wie lauten die tauglichen Lösungen?

Viele sind froh, wenn sie irgendwie ihren Alltag stemmen können, in der CH eine Mio. arme Menschen oder fast arme.

Und ceterum censeo: Im II WK war die Gesamtzahl der Opfer 60 bis 70 Mio. Menschen. wer will welche Todesarten gegen welche andere aufrechnen? Warum muss von einen zehntel bzw. elftel nur gesprochen werden? Ich vermute, die Gesamtzahl kann noch immer nicht getragen werden und gesellschaftliche Wertungen, die sich noch immer nicht geändert haben, spielen eine riesengrosse Rolle.

Punkto Umweltschutz und Greta mit ihrer Frage: „How dare you…“ Die Antwort: Die Menscheit stolpert von einer Entwicklung zur nächsten. – Das tönt sehr realistisch: Stolper, stolper eher wie Marionetten an beliebig vielen Fäden festgezurrt und als Belohnung viel oder zu wenig Geld, das nie essbar sein wird. – Uralte Weisheit, die nicht gehört werden wollte.

Die Antwort müsste lauten: Jede Generation hat eine unlebbare Welt angetreten und ist irgendwie weitergestolpert nachdem sie gross oder klein aufbegehrt hatte. Die Wirtschaft hat schon in den 60er Jahren behauptet, DIE Antworten zu liefern. Je nach Vorliebe kann der Optimismus lauten, es seien viele Fragestellungen kleiner geworden, der Wohlstand für viele Menschen grösser, die absolute Armut kleiner oder der Optimismus kann getrübt ausfallen.

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