Radikale Fragestellung

Wie soll ein Gesundheitssystem funktionieren, von dem sich kranke Menschen als Fachkräfte angezogen fühlen? Erinnert sehr an andere solche größere Fragestellungen.

Nicht zufällig ist die CH sich selbst überlassen hinterwäldlerisch langsam, klassisches Beispiel Frauengleichstellung.

Wir Menschen mit Behinderungen sind in einer noch prekäreren Lage. Wer schon bei der Geburt… Gnade Gott. Der bzw. die soll sich definitiv mit einem mindern Leben zufrieden geben. Unter den Behinderungen in sich wird auch süffisant abgewertet, wir CPs sind sehr weit unten, die Einstellung ist sehr schlecht. Also weg mit der Sichtbarkeit der Behinderung. Dann sieht man nichts und dann kommen all die herrschsüchtigen Kranken und ich sollte sie bedienen und mich mit Brosamen vom Tisch gefallen glücklich schätzen.

Eigenartigerweise wollte ich ein Berufsleben, wie es mein Vater hatte. Nur so schwach, einer Ehefrau so ausgeliefert sein wie er, das wollte ich nicht. Der Weg begann ganz unten und ist jahrzehntelang. Ob ich heute alle wichtigen Erkenntnisse habe, vielleicht.

Mich erschrecken sie noch. Insbesondere die unheilige Allianz verschiedener, unabhängiger, nur schädlicher Menschen in meinem Leben. Fast alle it dem Gutmenschnimbus. Der istnoch schlimmer s hädlich als die Sucht an sich. Sicher ist Sucht verschiedenster Ausprägung, Spielvarianten ein gemeinsamer Nenner. Klar zieht Sucht medizinisches Personal an, wenn selbst für all die bunten Pillen Rezepte geschrieben werden können. Habe ich praktizierenden Christinnen Respekt entgegengebracht, muss ich den per sofort abziehen. Respekt muss ich lernen für mich zu haben und alle andern, ihn verdienen lassen. Immer habe ich das Freundlichste von Mitmenschen gedacht bis zum Beweis des Gegenteils. Das bewährt sich nicht für mich. Immer habe ich gedacht, ein anderer Mensch kann nichts dafür, was ICH vorher erlebt habe. Das find ich noch heute an sich richtig, leider in der Praxis untauglich bis zu meinem vorzeitigen Tod.

Nach der Begrüssu g muss ich in meiner Wahrnehmung gründlich zu essen, meinen Platz defi ieren, dann läuft es, bekomme ich die Hilfe, die ich unbedingt brauche.

Keine Ahnung, ob ich mich in irgendeinem Nischenleben einrichte. Ich wollte immer hinsehen, verstehen und gemeinsam besser machen, verändern. Statt dessen heisst das Modell nicht Konsens, sondern Druck. Wer nicht Druck machen kann, kann niemanden bewegen, nur ein Staubkorn seiner Einstellung zu überdenken.

So will ich nicht wirklich funktionieren müssen, kann es sowieso nur im Notfall:Ich denke freundlich, weil ich Freundlichkeit zurückbekommen will. Ich bin hell entsetzt, wenn mir bösartigste Auslegungen meiner Worte entgegengebracht werden. Das nennt sich jeweils „normales Denken“. Gott möge mich vor der Phantasie bewahren. Die Will ich nie lernen. Meine Antwort: „Ich kann nicht gesagt haben, was ich nicht gedacht habe.“

Ich brauche Dienstleistungen, wenn ich dafür beißen muss, dann kann ich es nicht ändern. Aber die Denkart, die muss ich mir nicht aufzwingen lassen. Meine Welt ist grundsätzlich freundlich. Hätte ich sie nicht, wie hätte ich je überlebt?

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