Evakuationsplan Kletterhalle

Nachdenm ich anhand des Tiefgaragenbrandes Jupiterstr. Bern lernen musste, dass es Ereignisse gibt, die frau sich nie hätte vorstellen können, kommt unweigerlich die Frage auf, wohin kann ich mich retten, wenn es irgendwie, irgendwo brennt.

Mit Notadrenalin entwickelt ein Mensch erstaunliche Kräfte zur Selbsterhaltung, die er im Normalalltag so nicht im entferntesten abrufen kann.

Also, die Kletterhalle, seit 2015 im Betrieb wurde in den letzten Monaten verändert und das wird wohl seinw Gründe haben, die jedeR selbst googeln kann.

Es gibt jetzt Schranken, die den Einlass kontrollieren. Soweit, so klar, so logisch.

Es handelt sich um eine Holzkonstruktion. Als Rollifahrerin mit stets schwindenden körperlichen Kräften, Schaue ich mir Brandevakuation mit völlig neuen und anderen Augen an. So war ich erstaunt, dass sich die Schleusen, wenn frau von innen nach draussen will, nicht von selbst öffnen oder eine Rausgehkonstruktion dasteht.

Klar gibt es ein Scheunentor, das offen ist im Sommer, bei Warenanlieferung, bloss würde sich das im Brandfall automatisch öffnen? Und gleich dahinter ist dieser lästige Zaun, der auch noch zu überwinden wäre, der wiederum voll logisch die Aussenkletterwand gegen unbewilligte Kletterübungen abschirmt.

Alles in sich selbst logisch und nachvollziehbar. Mir unklar der blitzartige Evakuationsplan, wenn sowas wie Jupiterstr. 45, letzen Sommer eintreffen sollte. Im weitesten Sinne ist menschliches Versagen sehr oft sehr gefährlich.

Die Kletterhalle macht mir den Eindruck, als ob die Gesamtsicht fehle. Das letzte Problem scheint das vermeintlich Grösste zu sein. Was zwar traurig ist, dieser Todesfall, aber nicht so einmalig wie nun die Reaktionen der verschiedenen MitentscheiderInnen glauben machen wollen.

Und wie immer, wenn ein Kind spektakulär, im Lichte der Öffentlichkeit stirbt, bzw. sie zeitnah davon erfährt, wird unsere CH-Kultur völlig irrational, nur noch emotional. Wären diese Kinder nicht gestorben, hätten sie immer und ausschliesslich die glücklichsten Leben der Welt gehabt. Realistisch betrachtet umfasst ein menschliches Leben andere Dimensionen als reines Glück, das wird dann ausgeblendet, was ich nicht als sinnvoll betrachte in der Trauerverarbeitung. Da wäre es sinnvoll einen vernünftigen Umgang mit den Unveränderlichen zu erlernen und zu bekommen.

In den Massenmedien werden fast ausschliesslich Eltern als Vorbilder hingestellt, die nie über den Schmerz hinwegkommen, aber tapfer weiterleben. Sie haben eine sehr fragwürdige Funktion im Umgang mit dem Tabu „Tod“.

Mir kommt der unmündige Vollwaise in den Sinn, der alle die Erwachsenen, die ihn unterbuttern wollten, nach dem Tod des zweiten Elternteils, links liegen liess und sich im Machtvakuum, genau sein Leben nach seinen Begabungen organisierte und die „Trauerweiden“ sich selbst überliess. Kaum je schafft es wohl ein Mensch in dem Ausmass Klischees und Tabus sich selbst zu überlassen und sein Leben gezielt und gewollt zu gestalten.

Mir fehlt das vermeintlich Bessere, das nach den Religionen gekommen sein soll. Es ist genau umgekehrt: Fragen, die in den Religionen verschiedene Antworten fanden, werden völlig unbedarft, unberührt von Sachkenntnis, wo die menschliche Intelligenz straucheln wird, neu aufgerollt. Mit der massenweisen Überhöhung der Bedeutung von Kindern, sind wir aktuell bei z. B. der Bedeutung des Übergangs vom Kind zur Erwachsenen gelandet und ihrer vermeintlich unerreichten Höhe, Wunderglaube ist wohl der passende Begriff.

Das hatten wir alles schon und als evang.-ref- Pfarrerin will ich nicht nach Lourdes, einfach nicht. An die wundersame Einsicht einer 16 Jährigen glaube ich nicht ud noch ungläubiger werde ich, wenn ich die erstaunlichen Koinzidenzen gewisser Ereignisse anschaue. Das schreit förmlich nach durchorganisiert, überhauptr nicht von den lieben Kleinen.

Wer was Moralin-saures braucht, der soll sich sowas holen, hat die Kirche bzw. Religion immer in gewissen Kreisen angeboten, auch das „nichts Neues unter der Sonne“..

Nicht umsonst bewundere ich die Unabhängigkeit eines Diogenes im Fass.

Gerade das scheinbar Selbstverständliche, vordergründige Logische gilt es zu hinterfragen, abzutasten auf versteckte Ideologien.

Wem nützt es, wenn Menschen mit gleichenErlebnissen per Ideologie in genau den gleichen, belastenden, emotionalen Zustand versetzt werden?

Wie überleben Menschen in wirklich unzumutbaren Lebensumständen, woher schöpfen sie Kraft?

Gesunde Reaktionen sind mir Vorbild. Für alles andere Empathie, Ausgeliefert sein, sich-nicht-lösen-können. Der Ausdruck, das Ausleben der Emotionen ist immer zeitgeschichtlich geprägt, gemäss den Gesetzen, dem Erlaubten, bzw. ungeschriebenen oder Knigge Anstandsregeln.


Von dem, was ein Mensch evtl. selbst gestalten kann, bleibt mir mein Tod.

Vorbild: Sokrates

Unverständlich: Bonhoeffer

Unendliche Biographien gelesen und bedacht

Stachel im Fleisch; Die Menschen, die sich verabschieden und ihren natürlichen Tod sehr genau vorauswissen. Wie geht das?

Wer jetzt Jesus als Vorbild erwartet hätte, den muss ich enttäuschen. Die Kreuzigungen Jesu im NT sind literarische Werke, keine historischen Schilderungen. Ziel: Dieser Mensch IST Gottes Sohn aufzuzeigen, biologisch verstanden, was klar zeigt, der Titel „huios thou theou“ wird nicht mehr verstanden.

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