Erinnert an Kinderbücher

Der Menschen Phantasie ist definitiv grösser als die meine.

In den alten Kinderbüchern gab es sie ud gab es sie nicht, die Personen, die im Haushalt halfen. Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt waren die Kommentare der ArbeitgeberInnen. Ach, wie gross war die Phantasie der Hausboten, was alles kam ihnen nicht auch noch in den Sinn, eine reine Freude zum Guten und bedauerliches Kopfschütteln beim andern.

Jetzt war ich so gut unterwegs: Einen Mann will ich nimmer, KonfirmandInnen habe ich nicht mehr. Einfach nur dumm gelaufen diesre CP-Schub, ich brauche Alltagshilfe.

Ne echt, wo ich doch so liebend gern meine RUHE habe, versuche ich mich als Arbeitgeberin.

Nach einer allzu höflichen Anfangsphase meinerseits: Drogenkonsumierende fliegen fristlos.

Okay, vor einigen Wochen ein kreativer Selbstversuch und ich versank unter den eingegangenen Mails. Bewerbungsauslese, Probearbeiten, als gebranntes Kind setzte ich auf ein Team und nicht mehr auf eine Einzelperson, Konzept: ArbeitnehmerInen bei ihren Stärken einsetzen.

Nun ist der IV-Assistenzlohn gerade so unattraktiv, natürlich staatlich vorgeschrieben, dass ich selbst als Mensch mit Behinderungen einen sozialen Brennpukt bilde und die Arbeitnehmenden müssen eine entsprechende, passende, drogenlose Geschichte haben und nicht raffgierig sein.

Geht irgendwie nicht ganz auf, weil ich keine Firma bin, Null Sicherheiten bieten kann, da ist ungefähr jede andere Festanstellung zumindestens finanziell sicherer. Überzeugt mich voll logisch, würde ich vermutlich auch so machen als Lohnempfängerin. – Wer hatte zwei Herzen, ach in seiner Brust?

Ich beginne zu vermuten, dass ich zumindest teilweise ein strukturelles Problem habe, das ich nicht lösen kann, das ausserhalb meines Einflusses liegt.

Ich verschwinde doch einfach in einen putzig kleinen WoWa und die Hausarbeit löst sich im Spritzfett des Holzkohlegrills auf.

Das predige ich schon soooooo lange!

Immer dieses Dilemma: Wenn nicht Menschen ein menschliches System ändern, ändert sich nie was. Und alle die, die in den Jahrhundeten bzw. Jahrtausenden ändern, werden an den Rand gedrängt.

Wie war das nochmals mit der Ruhe? Ruhe versus Anstrengung und verachtung. Ohne Leiden werden noch die Kindeskinder der CPs, nicht leibliche sondern gleich behindert genauso katastrophal medizinisch betreut, wie die meinige und es ist reiner Zufall, ob sie in eine freundliche Familie geboren worden sind. Und mehr als höflich können wir alle sein, aus schierer Not, überhaupt nicht weil es gefallen würde.

Und jedeR darf sich alles leisten und wir sollen dankbar sein. Die Themen, die uns begegnen scheinen auf den ersten Blick unterschiedlich. In der Realität sind sie schlicht anders unangenehm und unsere Strategien unterscheiden sich, aber alle setzen sich auf ihre Art für Verbesserung ein , einige übernehmen die hierarchischen Leiterchen von uns, bücken sich nach oben und strampeln nach unten. Irgendein noch leidenderes Unten findet sich immer. Mir graust es jeweils ethisch. Das kann es nicht geweswn sein, das macht keinen vernünftigen Sinn. Vielleicht ist die Sinnfrage schon unvernünftig.

Ich denke vieles ist relativ, aber gewisse Werte, die einem Menschen wichtig sind, wird er je nach Temperament, so oder anders verteidigen.

Schreitet die Zeit fort, werden die Werte vielfältiger. Viele, gerade auch Junge scheinen eher abzuschalten. Dieser Entwicklung schaue ich mit Besorgnis zu: Was wird auf längere Frist daraus?

Die meisten Hippies sind nach der Jugend Mainstream gefahren. Ist das immer so?

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