Wohnungen und Gesetze

Eigentlich gäbe es zu dem menschlichen Teilgebiet Gesetze, eigentlich.

Wer will sich schon mit einer Vermietinstitution anlegen, nicht eigentlich aber ehrlich?

Es ist sowieso in der CH grässlich, der vom Wohnen. Also noch fit war ein Pfarrhaus zwar extrem aufwändig, die Küche total veraltet, aber mit etwas Glück war da Charmes zu finden.

Sehr nachteilig: Wohn- und Arbeitssituation waren verbandelt.

Es gab Vermieter, die fielen nicht auf, weil ich umgekehrt auch nicht auffalle, ich halte mich an die Hausordnung. Das machen heutzutage nur noch die dümmsten Kälber.

Gestern war hier ein sog. Fest. Die Benennung ist gleich Etikettenschwindel: Es war ein PR-Gag. Der Lärm im sog. Festraum ohrenbetäubend. Die Bestuhlung war hochinteressant, muss sich um indoor Gartenbänke gehandelt haben, Festbänke, ohne Rühkenlehne, das kann ich ein Leben lang nicht. Altersgehhilfen verstopften den Durchgang überall, mit meinem ausgeliehenen Handrolli war KEIN Durchkommen.

Erwartet wurde offenbar, dass auch RollifahrerInnen Selbstbedienung machen, ich hätte aus Pappbecher sabbern sollen, was ich schlicht refüsierte. Ich habe allen Ernstes nur ein Glas bekommen, weil ich nach der Zeitungslektüre noch wegrollte, versteckte ich es im Gebüsch, wo ich es später hervorholte und mir Glühwein einschenken liess.

Den ersten Service bekam ich rückblickend erstaunlich rasch, dann hatte es eine Schlange, anstehen konnte ich nicht. Statt meinen Pappteller in der Schlange mitlaufen zu lassen, a la nach der grünen Mütze wird schön der Reihe nach, ich serviert, war ich draussen am Rauchertisch nicht Teil des PR-Gags, also war ich nicht relevant, ich sollte warten, bis die liebe Festgemeinde fortlaufen würde, alle Dazukommenden bekamen Essen, ich nicht.

Wo denken diese PR-Gager hin? Wir, die wir hier Miete bezahlen, bezahlen das sog. Gratisessen. Es ist draussen, nicht in einem Wintergarten, sondern DRAUSSEN ziemlich kalt, rein von der Temperatur kann die liebe Festgemeinde DRINNEN, wenn sie der Lärm nicht stört, ganz gut warten, an der WÄRME.

Ich habe nochmals im Internet versucht mich schlau zu machen, über da, wo ich wohne, wer welche Funktionen, Intentionen hat, wie der Geldfluss läuft, aus welchen finanziellen Interessen mit welchen Machtstrukturen. Echt ein Hohn, pssstttt….merken wir alle nicht, wir sind nur dumm und lieben sog. Gratisessen.

Natürlich ist es das Baukonzept irgendeiner, vermutlich schlecht versteckte Pensionskasse, Zweck: Rendite. Das hat sich wohl niemand so vorgestellt, dass mit dem Obligatorium der Pensionskassen wir ein viel zu häufiges Obligatorium der Pensionskassenwohnung eingehen. Dagegen wäre auf den ersten Blick nichts zu sagen, bloss die Pensionskassen bestimmen im gängigen, zeitgenössischen Einheitswohnungsbaubrei, was angesagt ist, mit welchem Komfort wir als MieterInnen zu leben haben.

Während die Bewegungen in der Tat einfacher werden, ist die Wasserwirtschaft abscheulich. Bei der nächsten Wohnungsbesichtigung muss ich vor der Mietunterzeichnung wie ein Somelier das Wasser des Wasserhahns testen. Ein Novum in der CH. Wir haben uns doch immer an den Wasserhahn gehängt und wie die Kälber gesoffen. Da hilft nicht einmal Sodastream, diese doofe Reklame.

Während die Bauherren punkten mit allen Schikanen der Minergie, Umweltschutz etc. muss ich faktisch Wasserflaschen herbeischleppen, was sowas von Umweltpfui ist. Immer ist die Hauptsache DER SCHEIN!

Mir kam schon vor dem Einzug immer wieder der durch und durch beunruhigende Gedanke, diese Wohnung tauge bestenfalls für ein Katzenheim. – Ich habe sie längst fürchten gelernt, meine Intuition, die sich nur peu a peu entfaltet, ich die Tatsachen lerne, die Logik der Intuition.

Ein anderer durch und durch beunruhigender Gedanke begleitet mich seit ich erkannt habe, endgültig Mitte Juli, dass mich meine Gehunfähigkeit vorzeitig ins Grab bringen kann. Gott möge verhüten, dass es Intuition VOR der Begründung war. Von den Gesetzen her, wäre es REIN THEORETISCH durchaus möglich und ganz klar, die letzte noch nicht begangene Straftat meiner Erzeugerin. Gott verhüte, dass ich sie erleben MUSS.

Wie heisst es dann immer so banal schön: Unglückliche Verkettung unglücklicher Umstände oder so ähnlich. Genau, ich wurde vom Unglück gezeugt, ausgetragen, geboren und der Rest ist die rein logische Folge.


Logisch statistisch: Mittelalterlich, höflich grins, sind die vor dem II WK Geborenen. Rein logisch, so um ihr 100-jähriges, beginnen sich dort die Reihen zu lichten. Die CHs waren während des Krieges gestresst: Die Männer waren mehrheitlich an der Front, ihre Ausbildungen mussten sie der Zeitgeschichte anpassen, zukünftige Ehen wurden vermutlich in einem statistisch relevanten Ausmass auf unbestimmt verschoben. Unbestimmt war mit dem Kriegsende erreicht, wie rasch sich ein Nachkriegsalltag eingestellt hat, der fröhliche Zunkunftsglaube aufkam, die Geschichtsbücher wissen es.

Vorsichtig gerechnet kommen von 1939 bis 1945 die unvollendeten Jahre, weniger Geburten, bedeutet weniger zukünftige AltersheimbewohnerInnen, eine Niederung, eine Pause, ein unvollendeter Leerraum.

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Dann nach dem Krieg wurde sie gezeugt, dieser Geburtenüberhang der sog. Babyboomer, bis 1964, dann kam der Pillenknick, autsch, Szenarien, wann die letzte Schweizerin sterben werde, kreisten jahrelang in den Medien. Dann ging die Geschichte ungerührt weiter und weiter und heute ist die Welt überbevölkert.*

Kommen wir zurück auf den CH Wohnungsbau und die voll logischen Konsequenzen: Im Wohnungsbau tut sich bald oder schon heute eine Schere auf….. jedeR kann sich seinen, bzw. ihren eigenen Reim darauf machen. * Humor ist, wenn frau trotzdem lacht!*

*https://de.statista.com/statistik/daten/studie/216782/umfrage/durchschnittsalter-der-bevoelkerung-in-der-schweiz/

Gedankenspiel: Das Durchschnittsalter der CHs war 2018 42 Jahre – PC Zeitalter, in meinem Leben, beruflich kam der PC in den 90er Jahren. Also sind 42 jährige schon Natives-PC oder knapp noch nicht? – Es wird immer behauptet, wer mit dieser Technik aufgewachsen ist, intuitiv begreife, was die früheren Jahrgänge, längst erwachsen sich nur bruchstückhaft aneignen konnten: 98 wurde ich 40 Jahre alt! Dumm gelaufen, keine Chance um mich flott in das PC-Zeitalter zu katapultieren. Nach Windows XP hat alles Montieren der weissen Flagge nichts geholfen gegen die digitale Schlacht: Krieg in offiziellen Friedenszeiten, rein platonisch, schlicht überrollt……….“Pieps“….. dumm gelaufen, immer noch lebendig, Rechnungen flattern ins Haus. – Bargeld? – Wo kämen wir hin, wenn wir Bargeld……

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