Leviten lesen, Strafpredigt

Jesus war nicht nur heilend, Jesus hat ganz klar, ich umschreibe es höflich, auch seinen GegnerInnen, die Leviten gelesen, in den Evangelien ist teilweise seine NUR mündliche Überlieferung nacherzählt.

Genau, wir TheologiestudentInnen haben jahrelang EXEGESE gebüffelt. Welche Worte sind jesuanisch und welche wurden ihm später in den Mund gelegt?

Wer weiss das heute mit Sicherheit? KeineR nicht eineR. Sperrige Worte sind gefragt, die, die gleich wieder verblassten, weil sie NICHT ins gängige Weltbild passen weder damals noch heute.

Von der Unitheologie gezähmt, zerfleddert, findet sich kein Gotteswort, es hat sich vorher erledigt. Es entfaltet seine Wirkung nicht im Kirchengezänk, noch in den selbsternannten HeilspredigerInnen, Freikirchen und Sekten. Gerade die Reformation hat da Tür und Tor geöffnet.

Nietzsche unfreundlich, ein Lessing freundlich haben es auf den Punkt gebracht: die Heilswege unterscheiden sich, nicht Gott als Kraft.

Genau das bestätigt die Wissenschaft Neurologie. Es gibt Gehirne, die die Voraussetzung zu glauben mit sich bringen, andere nicht.

Die Blauäugigen, wohl weilsie in der Vererbungslehre den Kürzeren ziehen, wollten die ganze Welt erobern. Das ist Gott sei Dank schief gegangen.

Würde der Mensch sich aus seine Geschöpflichkeit beschränken, würde er sich gegenseitig nicht das Leiden missgönnen, könnte es auf der Welt glücklich und fast friedlich zu eben sein.

Weit weg davon sind wir noch immer. Keine Exegese, keine Aufklärung, noch die Vernunft haben je die Menschen von ihrer immanenten Irrationalität befreien können.

Meine Kinder- und Kindeskindergeneration geht auf die Strasse, weltweit fast. Angst ist ihr Motor, Angst davor, was ihre VorfahrInnen ihnen als Welt zurücklassen in ihrer verheerenden Einstellung: Mir alles und danach die Sintflut.


Traurigkeit des Tages: Der Burgerspittel lässt zu jeder Mahlzeit sämtliche Tischtücher und Servietten waschen, Noblesse oblige! Unvorstellbares Opfer, auf weissgestärkte Leinen und anderes zu verzichten für die Zukunft der URGROSSKINDER, die stets mit von Stolz geschwollener Brust erwähnt werden.

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