Meine Todesanzeige, erste Versuche:

Mit Bedauern geben wir bekannt, dass Pfarrerin Dany-Johna durch akutes Darmversagen/Ersticken (oder ähnliches) gestorben ist. Wir vermissen ihren Scharfsinn, ihren unermüdlichen Humor, ihr Lächeln und ihren tief verwurzelten, feministisch-evang.-ref. Glauben. Sie war offen für Alle, die ebenso offen waren wie sie.

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Die Trauernden: IV-AssistentIn, vermutlich wer in meinem Alltg vorkommt und mir freundlich gesinnt ist, die Anzahl nimmt laufend zu.

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Die BernburgerInnen sind höflich gebeten, um das ehrende Andenken der Verstorbenen zu bewahren, der Trauerfeier fernzubleiben, sofern sie nicht persönlich eingeladen wurden. Dies betrifft insbesondere ihre Kinder, Schwestern, Cousins, Cousinen und sämtliche Amtspersonen.

Die Beisetzung im Gemeinschaftsgrab findet im engsten Freundeskreis statt.

Statt Blumenspenden gedenke man der Menschen mit Behinderungen, evtl. nur CP, Konto……




Sieht gut aus finde ich.

Da meine Erzeugerin aktuell nicht mehr weiss, dass sie mich gemacht hat, kann sie bleiben, wo sie ist. An meiner Trauerfeier und Beisetzung hat sie nichts verloren.

Eine hübsche Kirche muss ich mir noch aussuchen: Die Wahlfahrtskirche Oberbalm leidet an Unternutzung. Dort war ich im Amt. Allerdings muss sie hergerichtet werden, sämtlicher moderner Krimskrams entfernt werden. Insbesondere die Geschichtstafeln und die Eingangstelen sind zu entfernen für meine Trauerfeier und die angetakerten kirchl. Nachrichten an einem alten Balken, Bereich Eingangstüre.

Eine Wallfahrtskirche ist ein Schmuckstück, war sie noch zu meiner Amtszeit, danach hat der gesunde Menschenverstand nur noch versagt.

Ob es in Oberbalm ein Gemeinschaftsgrab hat oder nicht, weiss ich nicht mehr. Sonst kann meine Asche als Rosendünger meiner Duftrosen im Pfarrhausgarten verwendet werden. Hoffentlich ist das biologisch sinnvoll!


Der Leichenschmaus wird in einem rollstuhlgängigen Restaurant stattfinden und sämtliche IV-RentnerInnen, die an der Trauerfeier teilgenommen haben, sind eingeladen. Menschen, die oft zu wenig Geld haben, um sich ein gutes Essen auswärts leisten zu können.

Es wird nicht Hamme und Kartoffelsalat geben, sondern terminlich für die Mittagsmahlzeit aufgehen. Dann sind alle RollifahrerInnen gekleidet und haben hoffentlich Hunger. Eine schlechte Trauerrede lässt sich übrigens mit genügend Alkohol intus besser erschlafen. Wir RollifahrerInnen, sind die Einzigen, die blau rumkurven dürfen. Das gefällt mir sehr.

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