Mein Leben am SVP-Pranger

Wäre es nicht durch und durch negativ, könnte ich meine Biographie mit solchem Titel schreiben. Ich denke in meiner Kindheit hiess die SVP noch BGB. Mein Vater war bei der BGB, bis durch irgendein Fehler er nicht mehr auf deren Partiliste vorkam. Er bemühte sich nicht mehr um seine Mitgliedschaft und als die Radikalisierung Richtung SVP kam, war die ihm erst recht nicht geheuer, er hatte den II. WK sehr bewusst erlebt, mit Jahrgang 1926 war er bei Kriegsausbruch 13 Jahre alt.

Im Unterschied zu seiner Frau hat er sich nie beklagt. Vermutlich war im zu bewusst, dass die CH letztlich verschont geblieben war und konnte sich vorstellen, was 60 -70 Mio, Tote bedeuteten. Fürs Militär war er untauglich. Wir wussten es, ich spürte, dass er an dem Punkt Schonung brauchte, weil eigentlich gehörte eine glänzende Militärkarriere zum Standesbewusstsein und zu seinen Berufsqualifikationen.

Geschützt vor Ächtung und Diskriminierung hat er mich nie. Er war sanft zu mir, aber Kindererziehung war Frauensache und obwohl er meine neurologischen Defizite sehr genau benennen konnte, kam er nie auf die Idee, dass sie Bestandteil meiner ersten Hirnverletzung waren. So wurde ich von ihm kritisiert ungezählte Male für meine Behinderungsdefizite. Er schützte mich weder vor den Schlägen meiner älteren Schwester, den irren Bewegungszielen meiner Mutter noch dem Sadismus der beiden.

Insofern war er Mann. Er hatte Augen und keine Ohren, was Frauen betraff.

Meine Schmerzgrenzen verschoben sich, zur körperlichen Folterung kam Behindertendiskriminierung dazu. Ich konnte in Gedanken fliehen, ich hatte meine eigene, glückliche Welt. Wo ich in der realen Welt Schonung, gar in Ruhe lassen antraf, konnte ich aus Brosamen Lieblingskuchen zaubern*. So überlebte ich Psychisch, immer fröhlich, immer um Minimierung meir Folter und meiner Diskriminierung bemüht, Weinen und Szenen machte ich nie. Beim Tod meiner Grossmutter weiblicherseits, konnte ich nicht mehr weinen, ich war damals 10 jahre alt. Dies fiel mir am Geschluchze der anderen Frauen unangenehm auf, ich suchte nach einer Erklärung und blied dabei hängen, dass ich irgendwie anders sei, nicht gesellschaftskonform. ich liess es dabei bewenden, verurteilte mich nicht.

Fachausdruck: *Reszilienz

Heute weiss ich: FOLTEROPFER schon mit 10 mir selbst bewusst!

Schlechter Witz: Die Schulmedizin hat bei meiner Verrentung behauptert ich hätte zwei unabhängige Diagnosen, die ich selbst NICHT reflektieren könne. – Dumm gelaufen ausgerechnet bei mir, die ich mich und die Gesellschaft und die Welt sehr genau reflektiere. Die Schulmedizin übrigens auch, ich nicht sie ich selbst!!! Die eigenen Blindflecken sollte die Schulmedizin nicht auf ihre PatientInnen projizieren, mit einem Gruss von Freud.

So stehe ich nun am SVP-Pranger und werde dafür nicht einmal bezahlt. Früher konnte meinesgleichen zu Schausteller bzw. zum Zirkus, stellte seine Andersartigkeit bewusst und gezielt aus und bekam dafür Lohn.

Federer stellt sein Tennisspiel auch aus, was nicht einem normalen Tennisspiel entspricht und zieht gewaltig Lohn und Werbegeld dafür.*

*Schreit nicht rum, das sei was ganz anderes in eurem Verständnis: Federer hat aussergewöhnliches Tennistalent in die Wiege gelegt bekommen und hat sich selbst gefördert. – Menschen mit Behinderungen, insbesondere Geburtsgebrechen haben ein aussergewöhnliches Talentenmix in die Wiege gelegt bekommen und werden dafür diskriminiert. – Es ist die Einstellung der Gesellschaft, die fatal ist, nicht unsere Behinderungen. Die wären interessant und bündeln unser Leben aufs Wesentliche. Aber die Gesellschaft, die immer schlimmer wird, die ist zum Davonlaufen. Übers Davonlaufen habe ich mehr als laut nachgedacht. – Mit zwei Autos und 1-2 WoWas kann ich wegrollen, weg….weg…weg….immer nur weg!

Autonomie statt Diskriminierung wär ne prima Alternative.*

*Frei nach Maxie Wander adaptiert.

*Die KaPo Bern hat mir keine Antragsdeliktstrafformulare gegeben. – Schwierig eine Antragsdeliktstraftat anzuzeigen, wenn mir das Formular von der POLIZEI vorenthalten wird…..nöööö, versteht sie nie und minner als DISKRIMINIERUNG!

Der unkluge Herr Polizei dachte wohl, ich durchschaue ihn nicht. – Mich interessiert da der Unterschied polit. zw. einer sog. rechtsstaatlichen Demokratie genannt CH und einer Diktatur bzw. nach CH-Verständniskonsens sog. Unrechtsstaat. DAS IST EINE POLITISCHE FRAGESTELLUNG.

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