Jahres- bzw. 11 Monaterückblick

Seit ich vor ziemlich genau 12 Monaten das Altersheim verlassen habe, bin ich nur eins, in Riesensprüngen im Eiltempo – mein Leben ist behinderungsbedingt verkürzt, ich schon 61 Jahre alt – vorwärts gehüpft, bzw. Englisch geleaped. Hüpfen tönt vergnüglich verträumt. Ich dagegen bin vorwärts gejagt, immer auf der Jagd nach Lebensqualität.

In die Wohnung, die ich jetzt verlasse, bin ich eingezogen, bevor ein Monat um war, hat der Hilfsabwart seine sexuellen Begierden mir gegenüber kund getan. Ich war zu dem Zeitpunkt noch voll traumatisiert, wusste genau, dass ich die leichte Beute war, die ich NICHT sein wollte.

Am ersten Nov. begann der Polytoxiker als IV-Assi und schüttete sein Suchtproblem über mich. In seinen Augen war ich nur eins, charmant finanziell auszunehmen, gemäss seinem zeitlichen Gusto.

Ende Oktober hatte ich mit Zittern und Zagen meine erste Traumaverarbeitungsstunde bereits absolviert. Ich zitterte und zagte und hoffte, dass Traumaverarbeitung endlich DER Schlüssel zu meinem verarschten Leben sei, der x-te Schlüssel, den ich daraufhin intensivstens prüfte und bis damals Teilwahrheiten, sinnvolle, gelernt hatte und all den schulmedizinischen Unsinn, was ich vor einem Jahr längst spürte, nie so klar wie heute hätte benennen können. Ich hätte mir nie, NIE, NIE, im Leben vorgestellt, dass Schulmedizin in der CH niur daraus ausgelegt ist, meinereins genauso zu misshandeln, dass ich ein misserables Leben habe und für die Schulmedizin ein Goldesel, der ständig Gold in ihre Taschen schaufelt. So krass, wie es ist, hätte ich mir nie vorgestellt, dass es sei.

Dann begann für mich die Traumaverarbeitung, ich war schneller unterwegs als dass mir selbst lieb war und im Aprill begann die Umsetzung des Gelernten in die Realität.

Sämtliche, ALLE Personen aus meiner VOLLtraumazeit gehören meiner Vergangenheit an, auch solche, die ich ursprünglich als wertvoll eingeschätzt hatte. Ein Ablösungsprozess begann, der allumfassend alles auf den Kopf stellt. Irgendwann begriff ich, dass ich wie ein Fels in einer Lawine zu Tale donnerte, dieser Prozess irgendwann zu einem Ende kommen würde, ich als ich ganz und heil bestehen bleiben würde, aber an einem ganz anderen Ort, mit vollständig neuen Bedingungen.

Wann diese Lawine zu einem Stillstand kommen wird, ich habe keine Ahnung.

Aber etwas weiss ich, am Mittwoch gehe ich in die Ferien und entschleunige mich. Ferien, stressfreie Zeit, ist bei mir überfällig und so Gott will, ist mein Team nun so aufgestellt, dass es klappt. – Gott beschütze mich!

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