Machbarkeitswahn für alle

Was wir Behindis insbesondere mit Geburtsgebrechen ein Leben lang erlitten haben, soll in der CH medizinisch und politisch gepushed Allgemeingut werden. Ein Lob auf die Medizin, die seit Jahrzehnten unersättlich ist.

Ich erinnere mich gut, als der erste Mensch eine Herzmaschine bekam, als Ersatz für sein funktionsunfähiges menschliches Herz.

Wie grausam, sterben zu müssen an irgendeinem Organversagen oder den rRest des Lebens blind sein zu müssen, der Beispiele sind viele.

Leben ist heute kein Geschenk mehr, sondern ein Konsumartikel, der mit den freundlichsten Versprechen der Medizin zum Turmbau zu Babel wird. Ich durfte als Pfarrerin x menschenünwürdige Lebensende absegnen, ich hatte die Trauergemeinde vor mir und nicht die Medizin.

Freude herrscht, ein Paragidmenwechsel bei der zögerlichen CH-Organspende will die Politik. Alle Menschen sollen OrganspenderInnen sein, wenn sie nicht das Gegenteil kund tun.

Wenn ich mir überlege, dass eine meiner Nieren bei einer über 60 jährigen frühpensioniert-Ärztin landen könnte, die den Lebenshunger auch in fortgeschrittenem Alter nicht in den Griff kriegt, dann schüttelt es mir nur noch den Kopf. Muss wohl ein heftiger Spasmus sein. Anders kann ich mir meine Schüttelei nicht erklären.

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