Ende des Üblichen? Wäre schön!

Gestern Mittag habe ich die Speisekarte des nahegelegenen Restaurants angeschaut, das kocht sehr gut und hatte fast Null Chance. Mein Appetit war so ruhig wie eine Waschmaschine im Schleudergang. Wie üblich ging ich zu den Basics: Solange ich atme, lebe ich. Danach ist Flüssigkeitsaufnahme wichtig. Oka, mein Heulen konnte ich nicht ganz verbergen. Das führte zu der urkomischen Situation, dass ich zwei verschiedene Suppen ass und mir der Restaurantbesitzer weit über einen Liter Wasser zum Trinken gab: „Mädchen pro Tag sind zwei Liter zu trinken!“

Ich legte mich ins Zeug und trank fast alles Wasser aus: Schwangerschaft im 4. Monat oder so.

Am Nachmittag wurden die offenen Kisten geschlossen und beschriftet, meine Wohnung sieht fast gemütlich aus. Die Skizzen für mein Bilderbuch sind vollendet mit viel Schalk und Humor. Ich konnte meine Ideen einbringen, wir haben blitzschnell gearbeitet und ich freue mich auf die Bilder, auf die ich so lange warten musste. Das Bild für den Einband male ich im Atelier der Künstlerin. Da ich nicht Skizzieren kann, habe ich verschiedene bilder begonnen und das Beste davon wird das Gültige.

Am Abend gab es feste Nahrung und Ananas, die der Restaurantbesitzer extra für mich kaufte und schneiden liess. Eine ganze Ananas ist etwas viel, so durfte ich den Rest fürs Frühstück mitnehmen.

Ich hatte angenehme Rolligesellschaft zum Essen, den ersten Rollifahrer, den ich kenne, der Joysticksteuerung vor dem Rollifahren aus dem ff konnte. Der Restaurantbesitzer hat zum Gaudi aller, seine ersten Joystickversuche gemacht, unter dem liebevollen Gelächter und der Anfeuerung sämtlicher, auch seiner Angestellten, die ungefähr mit Watte bewaffnet ihrem Chef zujubelten, damit alles gut ginge, bei dem Tempo, das er wählte.

Wenn es bald einmal ein Rollirennen gibt, setze ich meine Rennwette auf ihn.

Danach plumps ins Bett und blitzschnell schnarch. So vergnüglich kann das Leben sein, wenn nur Wohlwollen im Spiel ist. Es ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung, wenn eine Gruppe Menschen will, dass es allen andern nur eins, wohl geht. Menchliches Leben kann zum Spass gelebt werden oder man gräbt sich gegenseitig das Wasser ab. Macht mir überhaupt keinen Spass. Aber Lachen, sich freuen, loben und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anfeuern, das macht bei allem Leid, das stets gegenwärtig ist, sehr viel Freude. Mit Lachen Leid wegpusten, das finde ich einen genialen Umgang damit.

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