Loblied! Angst vor dem des Todes Geweihten?

Ich hasse es, wenn gute Menschen schlimme Fehler machen und ich natürlich zum Sündenbock werde.

Meine Ex-Skilehrerin ist einen erstaunlich langen WEG MIT mir gegangen, um dann, als ich förmlich nach Tod gerochen habe, leider das Falsche zu tun und zu sagen.

Meine Anstellungsbedingungen waren ziemlich extrem, d.h. sie musste meine Behinderungsdefizite aushebeln. Ich hatte im Skischulbüro damals klar gesagt, dass ich weder stündlich noch jährlich mein Verschen wiederholen würde, sondern es nur mit der gleichen Person zu tun haben wolle und zwar einer FRAU. Ich würde mich bis heute weigern, mich von einem Mann einseifen und duschen lassen, ich verteidige sn dem Punkt meine Menschenwürde. Wer eine Kindheit lang, immer nur mit Unterhöschen bekleidet vorturnen musste, wessen Schuhe umgedreht wurden zwecks Vergleich des Sohlenabriebs, der hat seine Altersheimbeleidigungen vor dem Erwachsenwerden abgearbeitet.

Wie manchmal Ehepaare gemeinsam mit der Hilfe von Exit gehen, haben wir Gleichaltrigen, gleich bzw. ähnlich Behinderten schon über einen gemeinsamen Exit gesprochen, gemeinsam in den Tod gehen, wir, die wir oft sehr einsam im Leben standen, wenigstens nicht einsam in der Todesstunde.

Also, ich habe dann, skilehrerinmässig fündig geworden, mein Behindiliedchen gezwitschert und bin auf offene Ohren gestossen. Klar übt eine Skilehrerin ständig die entsprechenden Bewegungen, weil sie fast ausschliesslich mit AnfängerInnenn und Kindern unterwegs ist. Oft habe ich zuerst versucht, ob ich eine ASkischuhscnalle zumurksen kann, oder ätsch gerade nicht. Schneestollen an den Schuhen wurde ein Thema, da wurde sauber geschaffen und nicht mehr getrickst.

Alte Gepflogenheiten, die ich der Eile wegen angenommen hatte als Kind, gab ich teilweise erst nach über einem Jahrzehnt preis, nach dem Motto: Weil du mich nicht auslachst, bitte ich dich höflich an dem extrem heiklen Punkt um Hilfe. Ich glaube, etwas vom Letzten, was ich mir gegönnt habe punkto Confort war, meine Handgelenke warm einpacken zu lassen.

Tagelang, wochenlang mögen meine Anziehbewegungen gestimmt haben, um dann mit irgendeinem neurologischen Aussetzer zu husten. Mit fortschreitendem Alter werden die Aussetzer logisch viel häufiger.

Am Samstag wollte ich in Begleitung in einen Zug steigen. Locker, flockig, verlegte ich den IC8 auf Gleis acht. Ich begriff elementar nicht mehr, WO die Nummer des Gleises stehen könnte, ich brauchte eine Nummer und fand sie bei der erstnotierten Zahl. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, das ich eine Nummer zwar, aber die falsche erwischt hatte.

Vor über einem Jahrzehnt, als mein Leben so richtig deftig wurde, hat mich meine Skilehrerin auch in Psychiatriekliniken besucht, war total normal zu mir.

Erst, als ich nach Tod förmlich stank, ist sie auf Distanz gegangen, hat zu keifen begonnen. Erstens stank ich nach Tod, das war völlig korrekt und läuft nicht bewusst ab und zweitens waren nun die CP-Symptome und nicht irgendwelche Ärztlich erfundenen Symptome im Vordergrund. Ich habe den Spüitalbericht Zweisimmen nicht gelesen, ich behaupte, dass ich als Hypochonder eingestuft wurde. Angeblich fehlte mir überhaupt nichts, durch die Gehfolter ging ich wie ein Tanzbär auf der viel zu heissen Platte, ich hob meine Füsse automatisch, ch roch meinen eigenen Tod auch und hob die Füsse, damit ich nicht sterbe.

Meine Skilehrerin hätte eigentlich Ärztin werden sollen. Schon sehr früh, vor Jahren, sagte sie mir, dass ich wesentlich besser Ski fahre, als gehe. Díeser eine Satz hat sich in meinem Gehirn festgehakt und mir mit einigen anderen Tipps das Leben gerettet: Als der Muskelaufbau nach dem CP-Schub ausblieb, ich nach und nach zu meiner eigenen Ärztin wurde, habe ich an den Satz gedacht, dass ich AUFFÄLLIG MÜHSAM GEHE. Mein Handicap vor der Erleuchtung war natürlich, dass die Schulmedizin dieses Gehen abgesegnet hatte. Wie hätten wir medizinischen Laien wissen sollen und können, wie falsch sie damit lagen?

Wir Behindifälle werden je als Unikate abgehandelt. Unsere Geschichten gleichen sich wie ein EI dem andern. Dass einem ein Rollstuhl verwehrt wird und ich statt dessen Zwangspsychiatrisiert wurde, ist in seiner Straffälligkeit einmalig und hat unbescholtene BürgerInnen mit in den Abgrund gerissen.

DIE SCHULMEDIZIN MÜSSTE SICH BEI PERSONEN WIE MEINER EX-SKILEHRERIN ENTSCHULDIGEN. ES GEHT NICHT AN, DASS LAIEN DIE SCHULMEDIZINISCHE AUFGABEN ÜBERNEHMEN MÜSSEN.

Ich gehe auch nicht als Automech Autos flicken. Das habe ich nicht gelernt. Aber die Schulmedizin, die kann sich ALLES ERLAUBEN UND ICH HABE MICH GEWEIGERT, VERRECKEN ZU MÜSSEN. Das ist übrigens keine Straftat, leben zu wollen. Das ist stinknormal.

Ich finde es mit meinem biblischen Rechtsempfinden und -verständnis nur grässlich, dass die SCHULMEDIZIN UND NIEMAND ANDERS MEINE LÄNGSTJÄHRIGE BEZIEHUNG GNADENLOS ZUR SAU GEMACHT HAT. Genau diese Unbelehrbaren möchte ich hinter Gitter sehen, wie auch meine engste Familie, die diese grässliche Saat der Diskriminierung ohne Unterlass, stets ausgesät hat. Meine beiden Kinder, mir gegenüber straffällig geworden, werden mich NIEMALS beerben.

Hausärztlich verordnet hätte mir meine Ex-Skilehrerin und ihr Team geholfen, meinen WoWa auf dem zu mir passenden Campingplatz aufzustellen, ich hätte im 17 niemals einen CP-Schub gehabt, seit Jahren würde mein Elektrorolli bei den Talstationen der betroffenen Bergbahnen untergestellt und meine Ex-Skilehrerin und ich würden über Heliskiing nachdenken und die Grösse des erforderlichen Betreuungsteams.

Die Gspaltenhornhüttenwanderung, logisch, wer da mitkam, lässt mich heute getrost in meinem Elektrorolli rollen.

Auch ich brauche realen Trost, um mein So-sein-müssen besser ertragen zu können.

Im Gerichtsverfahren werde ich alles in meiner Macht Stehende tun, damit die GROSSEN UND NICHT DIE KLEINEN FÜR IHR VERHALTEN, MEINE DISKRIMINIERUNG, HOFFENTLICH INS GEFÄNGNIS WANDERN. DAS WAR NICHT FAHRLÄSSIG, SONDERN SADISTISCH.

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