Kein Jusstudium

Als ich zu studieren begann, war die IV-Welt, ohne mein Wissen, hatte ich nicht mit 20 Jahren von der IV diesen wunderbaren Brief bekommen, der mich als vollwertige Leistungsameise in meine vollwertige berufliche Zukunft entliess, „Du hast es geschafft, du bist IV-entlassen, dir ein schönes Leben, tschüss.“ Aufatmen meinerseits, das angepeilte Studium, die geschlossene Ehe waren Aufgabe genug, die Physio, mir damals verhasst, konnte bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Damit schützte ich mich, ohne medizinisch-theoretischen Überbau, die stets behauptete, Physio sei für unsereins elementar wichtig, damals schützte ich mich, vor ungerechtfertigter Leistungsüberforderung, durch meine somatische Abwesenheit, in meiner höchstpersönlichen Folterkammer, die bis neulich als solche unentdeckt blieb.

Als mindestens ein Jahrzehnt später, unerträgliche, chronische Schmerzen auftraten, musste ich mich peu a peu zurück in die Folterkammer begeben. Folter war im Vergleich das geringere Übel. Dieses völlig unheilige Arrangement ging solange recht und schlecht gut, bis der Krug am Brunnen zerbrach und der Brunnen schien hübsch putzig, total psychiatrisch zu sein.

Hätte sich nur eine medizinische Fachperson für mich, bzw. mein Kinderbuch interessiert, wäre ihnen aufgefallen, was mir später auffiel, Kleindany hatte schon unter 10 Jahre alt eine hervorragende Reszilienz.

Autsch!

Nicht einmal Kleindany eignet sich, um in die Opferrolle geschubbst zu werden.

Megaautsch!

Grossdany macht sich auf die langwierige Suche nach ihrer angeborenen Reszilienz und wird, unausstehlich und völlig überraschend, im letzten Winter fündig.

Jetzt haben wir den Salat, den wir nie so präsentiert haben wollten, unser Plan, Dany in der Psychi und im Altersheim, wo sie gefälligst bleiben sollte, zu versenken, war doch so genial – aber nicht Gott gewollt.

Jus werde ich nie studieren, Jus ist in eine lange Liste von Spezialgebieten aufgeteilt, allein die CH-Gesetzesbücher sind viel umfassender, als mein Glaubensbuch, die Bibel. Ich behaupte zudem, dass mich die Bibellektüre mit meinem Studiumswissen glücklich macht, wogegen mich Gesetzesartikel unglücklich machen, weil ich sofort weiss, wann und wo und wie lange, sie nicht eingehalten werden und wo kein Kläger, da ist kein Richter, wo wir Leitungsameisen um unser Überleben krabbeln, bleibt logischerweise die Anklage aus.

Justitzopfer sollten, wenn ihre Strafanklage Hand und Fuss hat, die finanziellen und zeitlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen, ihre Anklage abzuwickeln. Solange das nicht geschieht, ist jedes Recht und Gesetz ein Witz: Wir Kleinen dürfen uns nicht ein Staubkörnchen Unrecht erlauben und die Grossen lässt man im grossen Stil laufen, bis der politische Weltdruck so immens wird, dass selbst die CH als weltpolitischer Finanzplayer in die Knie gezwungen wird und ohne Einsicht, aber mit viel Zähneknirschen den Kürzeren zieht: Freude herrscht!

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