CH = Suchtgesellschaft

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den innerlichen Exodus: Drogen, alkohol, ärztlich verschriebene Medikamente. All diese Substanzen halten sich nicht an CH-Gesetze. Sie wirken, gemäss ihrer chemischen Zusammensetzung, unbekümmert um den gesellschaftlichen Zeitgeist.

Quelle: Oliver Sacks, der genialbegabte Mediziner, leider verstorben, um Lichtjahre seiner Zeit voraus.

Wie oft habe ich seine zahlreichen Bücher gelesen, zur Seite gelegt und wieder hervorgeholt.

Eine suchtfreie Gesellschaft hat es nie gegeben, wird es nie geben. Suchtpolitik ist ein total anderes Thema, hat immer versagt und wurde thematisch rumgeschoben auf zwei Tischen, Legalität und Illegalität, seit die Chemie künstliche Drogen herstellen kann, rennt die Gesetzgebung den neu auf den Markt kommenden Substanzen hinterher, Gewinner ist der Schnellere und der ist bekannt.

Damit fällt die Verantwortung zurück auf jeden gesetzlich erwachsenen Menschen, in der CH gegenwärtig 18 Jahre. Wer seine Jugend der Kindheit beraubt, der hat auf lange Sicht das Nachsehen. Oft frage ich mich, wann ich Jugendliche als erwachsen ansehen wolen würde und scheitere immer am gleichen Punkt: Es kommt darauf an…

Das ist definitiv kein Stichtag. Wer als Teeny mit 15 sein eigenes Kind betreut und erzieht, ist meiner Meinung nach reifer als der 30-jährige, noch immer Wohl im Hotel Mama.

Lebenstauglich macht überstandenes Leid, per definitionem das Übel, von dem eine gute Mutter ihr Kind bewahren will.

Ich muss kontakt zu Dienstleistungsanbieterinnen haben und höre mich mit Gleichaltrigen Verständnislosigkeit äussern. Von der Zuschauerinnenbank haben sich die Zeiten gewandelt und wie. Wer alt und lebenssatt sterben will, der muss der Welt entsagen wollen. Menscliches Alter wird genau das erreiche, ich gehe davon aus, dass das so im biologischen Programm eines Menschenlebens vorgesehen ist.

In der Kindheit überwiegt die Neugier, die Entdeckung und Entfaltung des Lebens.

Ausbildung, Entdeckung seiner selbst.

Weitergabe an die nächste Generation, heute sind es oft zwei, gar drei Generationen.

Wer will da freiwillig gehen? KeineR würde das wollen.

Zurück zu der CH, die gerade ihr Versagen punkto illegaler Drogenpolitik unterschrieben hat: Suchtkranke, durch illegale Drogen ihrer Gesundheit beraubt, dürfen neu, IV-Renten beziehen. Welch verlockende Hängematte für unsere zunehmend arbeitsunwillige Jugend: Der legale Weg geht über die IV.

Wie oft habe ich mich über die Einstellung der DrogenpatientInnen im PZM geärget: Fordern, nur fordern, nichts leisten, den eigenen Geldbedarf durch Stehlen äuffnen. Offenbar findet die offizielle CH diese Einstellung förderungswürdig.

Gruseliges Schaudern macht sich bei mir breit, wenn ich daran denke, wie ein Auftrag der IV lautet, IV-RentnerInnen möglichst in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Ich höre das Reden, der Betroffenen im PZM. IMMer habe ich gut zugeört, sie versucht als mir unverstehbare Geschöpfe Gottes zu verstehen. Bloss, wer sein Gehirn zurück zum Zustand eines Kleinkindes katapultiert hat, was soll da noch gefunden werden, das arbeitsmarkttauglich ist?

Während alle andern IV-Rente relevante Fakten durch Umstände, Krankheit, Unfall usw. eingeleitet wurden, kann sich jedeR selbst zur IV-DrogenrentnerIn machen. Der Weg ist sogar im PZM verfügbar und wird bereitwilligstens begangen.

Bill und Bob würden den Stecker ziehen, die Betroffenen einladen, ihre Nuggis in hohem Bogen über eine Felsklippe zu stürzen und peu a peu selbst gehen zu lernen. Muss ich noch hinzufügen, dass Bill und Bob gerade nicht angesagt sind? Viel zu billig ihr Selbsthilfegruppenkonzept: Wo kämen wir hin, wenn die Schulmedizin eines ihrer Steckenpferdchen, total zukunftsträchtig, beraubt würde?

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