Gott und Petrus spielen Golf

Gott und Petrus spielen Golf ist eine bekannte Weisheitsgeschichte mit viel Witz, Esprit und Humor.

Wie soll ein Mensch zu Gott beten, ihn loben? Eine andere Weisheitsgeschichte beantwortet diese Frage glasklar: Mit den von Gott in die Wiege gelegten Begabungen und wenn sie Tanzen heisst. Derwische tanzen in ihrer Religion. Gott hört nicht nur auf das „Unser Vater“.

Die allzu menschliche, irdische Welt, behauptet Gott zu kennen. Wer Gott kennt, weiss den Unterschied und prüft geäusserte Worte auf ihren Wahrheitsgehalt, ohne die Gegenüber weder bekehren zu wollen, noch zu verachten, noch irgendwas. Aber es ist das Recht jedes Menschen, sich mit Vorliebe mit Seinesgleichen zu beschäftigen.

Irdische Werte haben mich von meinem Lebensanfang an nie interessiert. Es muss Gott gewesen sein, der mir als Kleinkind eingeflüstert hat, zu unterscheiden zw. Sinn und Unsinn. Eine rein menschliche Erklärung, nicht einmal eine neurologisch befriedigende, habe ich bisher gefunden.

Gott hat mich zu seiner Närrin gemacht, ihn närrisch zu loben und zu verehren.- Wie oft habe ich mich betend mit Gott gestritten, ihm zumindest menschlich plausibel dargelegt, dass ich kein jesuanischer Stolperstein sein wolle und nie und nimmer zu einem Eckstein tauge. Da hat Gott wohl gerade sein Mittagsschläfchen abgehalten, was ich verstehen kann, weil ich das auch abhalte.

Johannes Hansen seit ca. 40 Jahren ist dieses Gedicht mir Wegbegleiter. In meiner Jugend war ich naiv, später lange verzweifelt, dazwischen habe ich meine Lebensaufgaben erledigen können, gar irdischen Ruhm als amtierende Pfarrerin eingeheimst. Später hatte ich viel Zeit für irdische Verletzheit, was Gott nicht daran hinderte, seine Finger weiterhin im Spiel zu haben.

Menschen meinen göttliche Gnade einfordern zu können. Sie zetteln Unrecht an, Kriege, Hungersnöte, Umweltkatastrophen und schreien dann zum Himmel, dass Gott nur gerade sie retten solle. So geht es nach meiner Erfahrung nicht. Menschen sind für ihr eigenes Tun im Grossen und Kleinen verantwortlich, Gott hat nie Religionskriege angezettelt. Das haben Menschen gemacht. Oft war der sog. Religionskrieg ein zerschlissenes Deckmäntelchen für Machtpolitik. Kindermund sagt im Märchen laut, dass die neuen Kleider des Kaisers nur aus Luft bestehen.

Gott hat Humor, ist immer liebevoll, einen rächenden Gott habe ich noch nie erlebt, einen Gott mit menschlich verbogener Richtschnur ebenso wenig. Gott ist Gott, der Mensch ist Mensch und kann sich von Gott helfen lassen, wenn er denn will, für mich wichtig: Wenn ich selbstreflektiert, bewusst gestorben werde oder lebenssatt sterben will, dann mit einem Gebet auf meinen Lippen und in meinen Gedanken. Gehe ich ohne Gott von dieser Welt, dann in einem unvorhersebaren sog. Sekundentod.

Wen Gott heilt,

den verletzt er zuvor,

Wen Gott aufrichtet,

den stürzt er zu Boden.

Wen Gott erweckt,

den lässt er vorher sterben.

Tief reisst er den Boden auf……

zu Psalm 6 (ganzes Gebet siehe Link, Johannes Hansen)


Ludwig Hirsch war ein grosser Sänger Gottes. Mich würde interessieren, was sein göttlicher Gesang auf unserer Erde verändert hat, wie Hefe in einem Brotteig.

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