JedeR hatte x Chancen

Mein jahrzehntelanger Denkansatz war, dass wenn ich meine Behinderungen gut genug erkläre und denken konnte ich, dass dann Menschen ohne Behinderungen be-greifen würden, wie mein Leben anders ist. Ich war schwer über 50 Jahre alt, als ich durch die Schriften von Fragile suisse lernte, dass selbst, wenn mich ein Gegenüber fragt und fragt…… es überhaupt nicht interessiert ist zu lernen, sondern nur daran, mich als Behindi vorzuführen. Mit Erklärungsarbeit hätte ich viel Gutes getan, hätte ich mich NICHT vorführen lassen.

Jetzt im Separatwohnblock für Meinesgleichen, kann ich vergleichen, wie andere mit den ewig gleich doofen Situationen umgehen. Schon bald bekomme ich eine Liste von rollifreundlichen Restaurants, weil RollifahrerInnen, SpastikerInnen, werden rollend von gewissen Menschen entmündigt, dürfen wie schon beschrieben, nicht selbst entscheiden, ob sie pro Person im Schnitt 3.5 dl Wein trinken wollen, kein Apero zuvor und keinen Schnapps danach. Klar doch, die liebevolle Suchtgesellschaft hebt uns zu den strahlenden Vorbildern hervor, derer, die zwar dauern erbrechen müssen, aber logisch nur von unerträglichen Spannungskopfschmerzen, nie weil wir zu tief in ein Glas geguckt hätten.

Mit sowas bin ich schneller fertig, als das Gegenüber begriffen hat, dass ein Problem entstanden ist. Heute mache ich meine Ansagen und die ewig gleichen Ausreden, Gegenangriffe etc, nehme ich überhaupt nicht entgegen. Viel zu spät ist mir klar geworden, dass ich nie jmd. Unrecht tue, weil, wer mit Unsereiner freundlich sein will, der ist sehr früh im richtigen Plantscbecken, wo eitel Sonnenschein und Freude herrscht. Ich habe meinen Instinkt meine Ohren über 60 Jahre auf Hochleistung getrimmt und ungefähr beim ersten Ton, weiss ich schon das Endresultat.

Einige spielen Chamäleon, verstellen sich, rein vom Wortinhalt sind sie scheinbar freundlich und verbergen hinter dieser Fassade ihre unverholenen Gedanke. Zwei Psycologinnen haben meinen alten Blog auf diese Tour völlig vereinnahmt und über 1 1/2 Jahre aus ihrer Sicht, zu ihrem Privatspielzimmerchen umfunktioniert, mich endlos abgehalten davon, schneller auf den „point of no return“ zuzusteuern. Ach, wie ist dasputzig, wenn Dany so leidet und wir für das arme Regenwürmchen den Sonnenschein dosieren können! Im April habe ich die virtuelle Fegbürste montiert und stundenlan diesen Kommentarmist ausgeputzt, weil er nicht die Zeit wert ist, gelesen zu werden. Einige, hoffentlich die strahlendsten Missbeispiele habe ich gezielt stehen lassen. Ich brauch nicht mehr Material zum Thema“Dany wird vorgeführt“. Da bin ich nur an strafrechtlic relevantem Material interessiert von solventen GegnerInnen. Kleine Fische sollen selbst in ihren Teich schwimmen, meinen weiträumig meiden. Ich muss und will nich jederfraus Darling sein und ein putziges Spielzeug bin ich sowieso nicht.

Anklagen werde ich die, die immer oben am Tisc gesessen suind in ihrer nicht göttlichen aber eigenen Selbstherrlichkeit. Weil die Kiste 6 Jahrzehnte geblubbert hat, werde ich da viel Triagearbeit machen müssen. Schon bei der Medizin will ich möglichst die falsche Ausbildung, die daraus erfolgende unbrauchbare Diagnostik anklagen. Wir PfarrerInnen sind uns das gewohnt, nach heute gängiger Denkart ist unser gesamter Ansatz falsch. Genau, unsere kleine Welt dreht sich in rasendem Tempo auf unserer aller paradiesischer Zukunft hin, seit die Mächtigen, endlich der lästigen Hofnarren entledigt so richtig doll ums Goldene Kalb tanzen.

Klar ist diesre Denkansatz zu umfassend. Realistisch ist hoffentlich die Physiotherapie zu verpflichten zwischen Fördern und Überfordern zu unterscheiden lernen, müssen und dann auch das als sinnvoll erkannt zu wollen. Das med. Umfeld, die Ärzteschaft muss dementsprechende Aufträge erteilen. Mein Leben ist gelaufen, ich will zukünftige Generationen schätzen und jetzt laufende Fehlsteuerungen mittelfristig stoppen.

Mein Erbe will ich vor meinem Tod antreten, logisch, dass meine Lebenserwartung kürzer ist als die von nicht von meiner Behinderung Betroffenen. Ich will finanzielle Wiedergutmachung von meinen Schwestern aus ihrer Privatschatulle. Manchmal träume ich, wem ich alles helfen könnte, weil ich zum Leben vergleichsweise wenig brauche, keine allzuteuren Hobbies pflege. – Falsch: Ich blase eine ganze Trompete, wogegen ich nur ca, einen Achtel eines Pferdes besitzen möchte. Als Fluchttier braucht ein Pferd viel Bewegung, was ich nicht im entferntesten bieten kann, aber immer das gleiche Pferd reiten können, das ich auf meine Defizite erziehen könnte, würde Spass machen. Winke, winke all die Ralph-der-Cowboy-Bücher. Die Hand in der Mähne des Pferdes, auf seinem blossen Rücken sitzend und im gestreckten Galopp durch dir prärie breschen, das würde mich zum Jauchzen bringen, Bewegungswesen, das ich von Natur aus bin.

Reisen mit rund-um-die-Uhr-Begleitung, eine Person, die mir hilft, meinen aufwändigen Kopf einfacher zu machen und nicht behauptet:Dein problem, nimm dich endlich nur etwas zusammen, dann werden wir zwar noch immer nicht freundlicher, aber du gehst uns hoffentlich weniger auf den Wecker.“

Was alle diese nun anzuklagenden Menschen nun begreifen müssen, was sie NIE begreifen wollten, dass meine Behinderung nicht ihr Wunschkonzert ist. Nie habe ich andere Menschen als mein Wunschkonzert betrachtet, sogar meine Kinder habe ich nach ihren Begabungen und ihrem Gusto gefördert von Lackschühchen, Hip-Hop und Querflöte, bis zu nie-enden-wollender-Bücherschlepperei in viel zu jungem Alter, weil das Kind leider hochbegabt ist, in der CH ein klassischer IV-FALL!

Die Anamnesegespräche der Medizin, soweit sie solche komplexe Fälle wie mich betreffen, müssen gestrafft und endlich heilungswirksam werden: laktoseintoleranz, bei afrikanischm Kraushaar ist niemals mehr erst im Alter von weit über 50 zu entdecken und dann noch auf grausamste Art und Weise und meine Hausärztin fand das soooo lustig. Sowas gehört verboten, fällt in die Kategorie der Tiechenquälerei. Ein simpler Bluttest gibt Auskunft, ob eine Lactoseintoleranz vorliegen könnte, wird die Ernährung entsprechend eingestellt zeigt sich rasch, ob die Diagnose gilt. Meine Verdauungsrestbeschwerden ausgelöst durch meine permantente Gehüberforderung blieben. Heute lasse ich diee Schulmedizinmedikamente peu a peu weg und ermutige meinen Magen und meinen Bauch, mir bitte mitzuteilen, was er verdauen KANN und möchte.Schon bald trinke ich nur noch Expressi, weeil Kaffee in der Form für meinen Magen bekommlicher ist und ich den Kaffeegeschmack mag. Komme ich so nicht zum Ziel, kann ich immer noch einen Kaffeeentzug machn, aber bitte nicht alles auf einmal.

Anti-Schulmedizin-geworden, steht mir ein riesiger Tummelplatz für mein Wohlbefinden zur Verfügung. Mein Körper signalisiert klar und einfach zu lesen. Spix ist da wesentlich anspruchsvoller und komplizierter, natürlich schaffe ich es sie soweit zu lesen, dass sienicht mich, aber ihr Futter, lästigerweise bei mir, liebt. Sie kann jetzt ihre krallen auch beim Spielen einziehen und manchmal machen wir Händel-undPföterl, was mich zum Lachen bringt, weil ich irre Angst vor ihren Exkrallen habe, sie dann liebevoll streichl, um sehen zu können, ob meine Katze überhaupt noch Krallen hat. Seit dem Band sind ihre weissen Pfoten russschwarz, was verrät, wo siech meine unschuldig dreinblickende Katze auch noch rumtreibt: Auf dem Brandplatz! Der Russ hat sich überall hingelegt. Abends muss ich meine sommerlich nackten Füsse zweimal waschen, sie sind ebenso schwarz wie Spixs. Könnte ich gut Joystick fahren, hätt ich nur schwarze Räder und weisse Hinterpfötchen.

Seit ich im Regen, diesen bei Rollifahrerinnen unbeliebten Stutz hochgejagt bin, bin ich sehr skeptisch geworden, wie meine Augen mich vor einem Rollisturz bewahren könnten. Auch im Bäumeschattenlichtspiel, sind die vielen Teerunebenheiten schwer zu erkennen und ich muss mir in meiner kleinen Wohnsiedlung, meine möglichst ebenen Wege noch suchen.

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