1. August 2019

Der Mercedes ist gekauft. Mir gefällt mein Leben von Stunde zu Stunde besser.

Den Drehknopf konnte ich nicht demontieren, listigerweise ist der anders montiert, als mein erster Drehknopf. Oskar hätte das natürlich gewusst und ich durchschau das ebenso natürlich nicht.

Hat mir eine kleine Spritzfahrt eingetragen mit dem Skoda, eine Runde rasch nach Wankdorf und wieder zurück. Rauchen, warten, das runtergefallene Trottinet richtig montieren, vorher haben es Helfer auf ihre Art festgezurrt und mein Trotti mit einem Entfesslungskünstler verwechselt, was es locker geschafft hat, mit einem für mich ungewohnten Knall.

Dann der Mercedes. Ich bekomme nur sinnvolle Instruktionen, Kram interessiert mich nicht. 90% meiner gängigen Bewegungen kann ich ad acta legen. Das finde ich cool. Dann erste Fahrversuche, eine Runde auf dem Parkplatz mit Spiegelkontrolle von wegen Strassenbreite im Verhältnis zu den neuen Autodimensionen. Es ist völlig wurscht, ob es vor Ort eine enge Strassse hat, wenn ich mit dem Spiegel mein Auto an den Strassenrand fahren kann, dann kann ich das jederzeit und jederorts. Das Gaspedal vermute ich als wesentlich hibbeliger als beim Skoda, darum noch etwas Autobahn, mit der Gewohnheit werde ich hören, wie schnell ich fahre, obwohl der Motor sehr leise ist.

Die hintere Sitzreihe wird fliegen und ich muss noch etwa 20 cm wachsen, damit ich meine neue Schlafkoje ausfüllen werde. Plan dazu noch nicht geboren. Dann Vertrag unterschreiben und der Mercedes gehört mir, sobald alle noch anstehenden Aufgaben erledigt sind.

Ich habe ein neues Auto mit dem bereits aufgestellten und bewährten Serviceteam gekauft, gepflegtes Kunden-WC und Kaffeeecke inklusive. Tempi passati, als ich immer verschämt fragen musste, ob bich auf das Dienstmädchen-WC dürfe, das Handtuch war in meiner Erinnerung stets schmutzig. Der KundInnentisch zum Warten ein Hohn. Für die Intelligenzbestien das 20 Min., für Männer Autozeitschriften und für uns Frauen nichts. Genau so hat sich diese Garage mir gegenüber aufgeführt, die ganz klar nur mit den richtigen Beteiligen von mir angeklagt wird.

Wer im Umgang mit mir, die UNO-Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung nicht kennt, der hat Pech gehabt. Unwissenheit schützt nicht vor dem Gesetz: Diskriminierungen noch und nöcher, Arroganz sowieso, Intrigen auch… und natürlich, natürlich der Tanz ums goldene Kalb. Raffgier zahlt sich nicht immer aus! Der hintere Wechselrahmen ist schon wieder kaputt, wer wie ich die Werbung demontiert, der muss wie ich nochmals die Autonummer hinter die Heckscheibe einklemmen. Pikanterweis fliegt das Nummernschild vorne nicht raus, wenn ich die Reklame demontiert habe. Raffgier bis ins kleinste Detail und der die moderne, selbstbestimmte Kundin, geht freiwillig ins Pfefferland, aber sowas von! Während der Garagenbesitzer seinen, in seinen Augen treusten Mitarbeiter in den Himmel lobt, den ich nicht von ungefähr Luzifer nenne, bin ich schon längst weggeflogen und nur noch meine menschliche Hülle ist vor Ort. – Aber das ist ein anderes Thema, warum ich DIS aus dem ff kenne.


Autofahren muss nebst dem Transport Spass machen, schliesslich bin ich in der Hinsicht ein ganzer MANN.

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