Fehlendes Gedächtnis II

Um beim fehlenden Gedächtnis zu bleiben, hier einen Screenshot von gestern. Ich schlüssle ihn rasch auf: Auf genau diesem Blog, running-heaven.com, wurde der Blog 43 mal von Deutschland angeklickt, den D lasse ich ihre eigenen Probleme, die gehen mich nichts an und 114 mal von der CH. 6 BesucherInnen haben ihn angeklickt, es ist in dem Screenshot nicht aufgeschlüsselt, woher sie kamen in Bezug auf meine gestrigen Neuposts, welches Land, was gelesen hat. Also ich schreibe an einem einzigen Tag, behindert wie ich bin und nicht so behindert, wie mich andere denken, neun Posts. Jetzt kommt das i-Punktchen: 18 Mal wurde mein Post „Fehlends Gedächtnis“ allein gestern angeklickt.

Ich muss davon ausgehen, dass es sich um interessierte LeserInnen eines mir unbekannten Altersheimes handelt, durchschnittlich gesehen, hat jedeR gestern DREIMAL diesen EINEN Post gelesen. Wenn sich nur fünf dafür interessiert haben, war es fast viermal. Ich habe ein schlechtes Gedächtnis, untypisch schlecht für mein Alter, viel zu früh so miserabel.

ABER SO SCHLECHT IST MEIN GEDÄCHTNIS NOCH LANGE NICHT, DASS ICH WENIGE ZEILEN AN EINEM TAG BIS ZU VIERMAL LESEN MUSS.

Mein erster Blog, „Wer wahrnimmt erfährt seine Wahrheit“, wird von den NeuleserInnen fast völlig ignoriert. Ignoranz ist ein klassisches Mittel, um nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, nicht zu lernen. Hätten sie ihre Bibel gelesen und verstanden, hätte ich nie leiden müssen und ihnen meine 7-jährige Blogarbeit zumuten, so lange sie damit beschäftigen, bis sie nur einen Bruchteil begriffen und alles gelesen haben. Einen Lessing, einen Nietzsche begreift keineR an einem verregneten Sonntag. Eine Dany v. Graffenried setzt bei den LeserInnen viel Eigenarbeit voraus, Google kann jederzeit angeklickt werden und weiss sehr viel, für die, die Google kennen und zu nutzen wissen.

Wenn um keinen anderen Grund gehe ich solange vor Gericht, bis gewisse Menschen meine 7-jährige Arbeit zur Kenntnis nehmen mussten.

Gestern bekam ich ein wunderschön ignorantes Mail: meine 6 jahrzehntelange Leidensgeschichte soll nicht aus dem Frauenvermögen meiner Mutter bezahlt werden, sondern ich soll zu 100% verzichten. Genauso stellt sich Kleinottine Gerechtigkeit vor, im Alten Testament kann jedeR nachlesen, wie eine göttliche Ordnung, Gerechtigkeit auf unserer kleinen Welt auszusehen hat. Ich gebe freundlicherweise das Stichwort: Jubeljahr.

Merke: Wer andere so schlecht behandelt, dass es für sämtliche Mitmenschen unvorstellbar schlecht ist, der kann sich über 6 Jahrzehnte in Sicherheit wähnen und ich soll dankbar für eine angebliche „glückliche Kindheit“ sein. Hatte ich nicht zu Essen und zu Trinken und irgendwelche Klamotten um den Leib geschlungen, ich erinnere mich lebhaft an meine erste sexuelle Belästigung im Bus, die Naht meines Reportermantels war viel zu lange runtergerissen, was keinen interessiert hat und ich war in einem zu kurzen Kleidchen und natürlich selbst schuld, als „MeToo“ mich anmachte. Angemesene Kleidung? = Fehlanzeige!

In meinen Teenagerjahren war ich eine ungepflegte Erscheinung, mein zukünftiger erster Mann, hat mir bescheidene, neue Kleidung gekauft, als er eine eigene Wohnung bezog und ich damit selbst meine Kleidung waschen konnte, was für mich damals ein paradiesischer Zustand war. Ich freute mich kindlich naiv über die kommenden, besseren Zeiten. Die Ausbeutung war anders, ich musste vorerst keine Kinder gebären, ich durfte meine heissgeliebte Theologie jetzt endlich studieren, dafür war die Wohnung ungepflegt, die Küche in einen guseligen Ölfilm eingehüllt, der Kühlschrank das Sims des Küchenfensters und ich sollte, behindert wie ich war, staubsaugen und als „adrette“, kleine Hausfrau, meine Ehewohnung pflegen. Wie habe ich mich geschämt, dass ich diese kleine Hausfrauenpflicht nie auf die Reihe bekam, weil das Offensichtliche übergangen wurde, dass ich schwerst behindert bin, nicht in der Intelligenz, wie zu viele andere, aber KÖRPERLICH.

Meine Blog- und damit Internetmacht stützt sich auf mein Gedächtnis, weil es lückenhaft ist, habe ich teilweise mehrmals täglich gepostet, dann habe ich meine Meinung schriftlich und irgendwann wird das zum Juristenfutter.

Diese kleine, eben geschilderte Lebensepisode ist ein winzig kleines Beispiel, wie Unrecht durch Unrecht ersetzt wird, zuerst als Verbesserung getarnt, zum billigst möglichen Preis. Ich weiss, warum ich mit meiner Berufsausbildung mir ein eigenes Leben finanzieren wollte, was mir heute zu 100% gelungen ist, inklusive meiner Behinderungen. Ich lebe von der durch den ersten Ehemann um monatlich 500.- SFr. verkürzten IV-Rente und meiner Pfarrerpensionskasse, welche eine Risikoversicherung ist, bei IV-Fällen. Mein Altersguthaben konnte ich nur bis 46 Jahren äuffnen, solange ich im Pfarramt war, da wird es finanziell für mich um Runden enger, sobald ich die Dreistigkeit besitzen sollte, das Pensionsalter zu erreichen.Zwei WoWas sind in meinem Besitz, kleine, bescheidene Dächer über meinem Kopf, die mich vor Wind, Wetter und Kälte schützen, die ich noch mit minimalster Hilfe betreiben kann, sobald sie den Klauen der Verwahrlosung entrissen sind. Rechnen kann ich, bescheiden bin ich und mich glücklichbasteln kann ich: Gegenwärtiger Renner, Windows Colour, herabgesetzt, die Flasche zu drei SFr.! Bunte, schöne Katzenwelt, ich habe schon so viele, zu viele um sie noch zählen zu können.

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