Anstandsdamen und -onkel

Klar wurde ich als Kind erzogen und wie.

Später nach der Pfarramtszeit haben sich dauernd Anstandsdamen und -onkel eingestellt, Wildfremde, insbesondere die Jugend zwischen 30 und 40 Jahren, diese Grünschnäbel, fühlten sich berechtigt mir kundzutun, dass ich ihrer höchstpersönlichen Nacherziehung bedürfe.

Ich dachte jeweils, für KonfirmandInnen seid ihr reichlich zu alt. Gab ich was zurück, war ich der lebendige Beweis für ihre Behauptungen. Nie hätten sie auf die drei Finger geschaut, die auf sie selbst weisen, wenn sie den Feigezinger oder heisst das Wort Zingerfeige(?) auf mich richten.

Nö, mit der Familie war es nicht den Hauch einer Spur besser. Ich wurde für den Rest meines Lebens an den Pranger gestellt. Wie beschrieben, stehe ich grottenschlecht und rolle vergnügt davon. Der Pranger ist leer. Erschrocken starren sie alle in den Himmel, während ich hinter ihnen hocke und rolle, mich längst anderweitig vergnüge.

Das Spiel ist aus.

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