NZO-Dirigent liegt auch falsch

Irgendwann wohnte ich im selben Haus wie die NZO-Dirigentenfamilie. Zwei geniale Kinder waren mir teilzeitlich geschenkt, mit Töpferei, Kerzengiessen u.a. war meine Wohnung eine willkommene Bastelhöhle. Unvergessen der Nachmittag unseres Einstands, das ältere Kind und ich versuchten uns in Soubidouknüpfen, das jüngere, knapp drei Jahre alt, von bewundernswerter Ausdauer, knüpfete die Scoubidouschläuche und noch ein Knopf, stundenlang, bis wir andern fertig waren.

Als Mensch mit bekanntermassen grossen Ausdauer, war ich zutiefst beeindruckt von diesem für mich unglaublichen Phänomen.

Vielleicht hatte ich einen heiligen Schrecken, die nächsten Jahre kam nur das ältere Kind zu mir, vorab in meine Töpferei.

Jahre später fand ich das ungerecht, weil Geschwister meiner Meinung nach gleich behandelt werden sollten. Da ging ich in die Farbenlehre beim Jüngeren. Kerzengiessen mit Grundfarben rot, blau, gelb und jeder andere Farbton konnte das damals 9-jährige Kind mischen. Was haben wir gelacht, Sprüche geklopft, uns wie zwei Kinder benommen und es war für mich reine Freude, auch wenn meine Küche wachsübergossen war und ich die Herdplatten 14 Tage nicht benutzen konnte.

Lebensfreude galt mir immer mehr als lebensnotwendige, tägliche Verrichtungen. Dazu gehört leider Essen, was ich überanstrengt von meiner Gehfähigkeit, oft nicht mehr konnte, gefährlich wurde es im Winter 2017, als ich monatelang auf der Stufe Verhungern war.

Leider hatte ich mein Testament und meine Patientenverfügung bei dem NZO-Dirigenten und seiner Frau, der Geigerin/Bratschistin. Beide wohlgenährt und ich hungernd. Das war schlimm, kein Verständnis kam mir von den beiden entgegen, sie benahmen sich wie MedizinerInnen und verfolgten mich mit dem Satz: „Geh zum Psychiater.“ Dabei wussten sie ganz genau, dass ich diese medizinische Behandlung bis zum Umfallen, ohne Heilung, ausgeschöpft hatte. Nun, dann war ich psychisch noch verrückter, zumindest in ihren Augen.

Solche dummdreisten Eltern haben diese beiden wunderbaren Kinder nicht verdient, wegen den beiden Kindern habe ich mir im Winter 2017 NICHT DAS LEBEN GENOMMEN.

Danke, ihr beiden, danke, dass ich heute im Elektrorolli die Welt neu entdecken darf. Wären wir zusammen, würden wir um meinen Rolli rumalbern, die Einstellung macht es aus, die Beziehung zum Elektrohilfsmittel und wir drei hatten immer eine humorvolle Einstellung besonders wenn das Leben unmöglich schwierig war und ist.

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