Geniales Schlafmittel

Von Tag zu Tag entscheidet sich meine Schlaffähigkeit spontan neu und verändert sich um Stunden, je nachdem, ob ich mir zutraue, mein Programm mit fremder Hilfe erledigen zu können. Momentaner Schiefstand: mein Zugauto, der Skoda, ist Handschaltung, noch steht mein kleiner WoWa Joh in Sutz, es ist Hochsaiason, ich muss und will ihn termingerecht auf seinen Standplatz zurückstellen. Ferien waren das wahrlich keine.

Die vordere Nacht war unklar, wer mir wie helfen könnte, ob das Ganze nicht an mir hängen bleibt, Filia Dei muss in wenigen Tagen ihren Papa beerdigen, eine Herkulesaufgabe für jede Tochter. Wie tapfer sie diese Belastung trägt, wie sie gewohnt ist, alles wegzustecken, auf ihren zarten Schultern alleine zu tragen, ich bewundere sie und möchte sie, wenn ich denn könnte, auf Händen tragen.

Kein Mensch ist der einzige mit seinen Bedürfnissen, andere haben immer ihr eigenes Leben und ihre eigenen Lasten zu stemmen. Zu viele Menschen haben in meinem Leben ihre Last auf mich geworfen, ich war schuld, ich war der Löl, und ich war nie gut genug.

Traumatherapie sei Dank durchschaue ich solche Nieten sofort, distanziere mich innerlich und entferne mich körperlich und wenn ich bis nach Australien auswandern sollte, um genügend Distanz zu haben, mit meiner sich verändernden Gesundheit schaffe ich das locker.

Menschen mit Behinderungen wandern aus, um Dienstleistungen a) überhaupt zu bekommen und b) bezahlbar zu kriegen. Viele von uns kennen die CH Schulmedizin in- und auswendig und verzichten liebend gerne darauf.

Letzte Nacht war klar, dass ich Hilfe bekommen kann, um Joh früh an einem Tag nach Hause zu fahren, es gibt Körperleistungen, die ich morgens noch abrufen kann, die abends unerzwingbar geworden sind.

Völlig logisch verschlechtern sich meine Bewegungen zusehends, wenn ich die Folterenergie daraus abziehe, diese permanente Überforderung in Dankbarkeit der Gesellschaft gegenüber, die mich stets hübsch und adrett sehen will und der es egal ist, ob sie Übermenschliches von mir verlangt.

Sehr geehrte Ärzteschaft: Es gibt definitiv Wichtigeres als den Tanz um das goldene Bewegungskalb.

Zum Beispiel genügend Schlaf, den sich mein Körper subito holt, wenn ich körperliche Hilfe abrufen kann. Dieses Schlafmittel hat keine Nebenwirkungen, heute Nacht von 22 Uhr bis 6 Uhr eine herrliche Runde Schlaf, ohne Unterbruch und ohne Albträume!

Wer hätte das gewusst, Dany v. Graffenried KANN schlafen, ganz ohne Pillen und Pülverchen, selbst ohne den Anfängerinnenorangenblütentee, der einen wirksam nachts aufstehen lässt, weil raus muss, was reingeschüttet wurde!

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