Endlich Elektrorollstuhl

Körperlich, bewegungsmässig bin ich, solange ich denken kann, überfordert. Meine Behinderung sollte für alle andern unsichtbar sein und dementsprechend sollte ich Leistung abliefern.

Vor zwei Jahren hatte ich einen CP-Schub und kroch im PZM am Boden rum. Rollstuhl= Fehlanzeige, stattdessen eine Unmenge Psychopharmakas, die meine Bewegungen zusätzlich schädigten, allen voran die erhöhte Ataxie und der deutlich erkennbare Tremor. Im Altersheim wurde ich gefragt, ob ich Parkinson habe.

Eigenartigerweise haben sich meine Bewegungen, die Muskulatur überhaupt nicht erholt, mit 61 Jahren wird es dabei bleiben.

Der Campingplatz hat es einmal mehr an den Tag gebracht, ich habe beschlossen, jetzt reicht es und meiner Hausärztin gemailt, sie solle mir sofort ein Rezept schreiben. Die Hilfsmittelbeantragung bei der IV habe ich heute per A-Post abgesandt.

Jetzt muss mein Nachbar seinen Rollstuhlpark so umorganisieren, dass mein Rollstuhl vor meiner Wohnung Platz hat und gut ist.

Ich beanspruche für mich das Menschenrecht mich zu meinen Gunsten bewegen zu können und zu wollen und nicht zu meiner Folter.

Ein Tag ohne Überlastungsschmerzen in meinem linken Bein, ist mein nächstes Ziel.

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