Behindi und WoWa anhängen!

Dieser Beitrag enspricht der Wahrheit, CH Stand 12. Juli 2019. – Zartbesaitete 8-tung Triggers.

Weil es mir psychisch, Traumatherapie sei Dank, stabiler geht, die Therapie dauert noch an, fühle ich Reiselust, Joh, mein kleiner WoWa will endlich bewegt werden, sonst fällt er mir noch in eine permanente, tiefste Depression. Das arme, kleine Kerlchen arbeitet so zuverlässig, ist Sommer- und Wintercamping erprobt, der hat mich einfach lieb.

Da die Autogarage, Firma mir mehr als bekannt, sich stur weigert, meine Anhängerkupplung für meine Bewegungen anzupassen – nach deren Behindiprofi, Prof. Dr. Dr. Luzifer und Mechaniker – bin ich nicht behindert, sondern eine freche, dummdreiste Hypochonderin, was der Garageninhaber eifrigst abnickt und die nur männlichen Zuschauer in der Autogarage geniessen mich stundenlang und unverhohlen. –

Wie komme ich auf die dumme Idee, meinen Joh gebrauchen zu wollen, um damit in die Ferien zu fahren, so dreist zwei Jahre nach meinem CP-Schub!

Also, ich biete den WoWa-Parkplatzbesitzer auf, wo Joh steht, um mir gestern um 11.45 Uhr meinen WoWa, zumindest in meiner hypochondrischen Vorstellung, anhängen zu lassen. Schon heute verstehe ich nicht mehr, wie ich auf eine solch ausgefallene Idee kommen konnte.

Weil frau über 61 gelernt hat, sich niemals auf einen Mitmenschen zu verlassen, probe ich die Tage davor einen Generalaufstand in meiner Exgarage, Ziel, die Anhängekupplung behinditauglich anpassen zu lassen. Leider kann ich weder luziferisch noch im Originalton. So flach wie ein Tennisplatz und so gross wie eine Briefmarke komme ich aus dem Geschäft raus, zu meiner Ehrenrettung mit angepasster Kupplung.

Gestern, als mich mein Helfer versetzt, äuge ich genau, ob mich irgendein männliches Wesen beobachtet, wie ich tutti solo meinen Skoda genaustens vor die Deichsel Johs fahre. – frau merke: Männer können es nicht ausstehen, wenn Frauen genau autofahren können. frau stelle sich immer leicht hilflos, adrett, mit Lippenstift und Nagellack in Stöckelschuhen. Das ist eine richtige Frau aus männlicher Sicht. –

Als kein Mann in Sichtweite ist, beginne ich mein Werk, schön langsam, eins nach dem andern. Vor 12.00 Uhr brause ich mit Joh im Schlepptau davon, der Aufstand in der Exgarage hat sich zumindest für mich gelohnt, ich kann meine Bewegungen, wenn das Material stimmt.

Klar kann ich nicht gleich in die Ferien brausen, ich ziehe Joh zu meiner Wohnung. Behindi wie ich bin, muss ich nach der Anstrengung mindestens zwei Stunden schlafen. Logisch folge ich meinem Körper und ebenso logisch plane ich heute mein erstes Bad im zum Bade ladenden Bielersee….platsch, platsch, glugg, glugg…..tschüüüüss.

Frech, wie ich bin, bin ich auf meinen vorreservierten Campingplatz gefahren, genau an dem Tag, an dem ich gebucht habe!

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